Freitag, 23. September 2011

Warum Mode keine Frage des Trends ist


Mode besteht nicht darin jeden x-beliebigen Trend mitzumachen. Wenn alle Leggings tragen  ,muss nicht jeder eine kaufen. Und wenn jeder eine Tasche mit Blumen-Print besitzt, braucht der Nächste sie nicht auch noch spazieren tragen.
Denn nicht jedem steht ausnahmslos Alles - was nicht bedeutet, dass es nicht dennoch ausprobiert wird. Gerade jetzt wechseln die Trends so schnell, dass niemand genau erkennen kann, was jetzt genau wieder neu ist oder was schon lange in Vergessenheit geraten ist. Dennoch erfreut sich jeder Trend an massig Mitläufern oder auch: Fashion-Victims.

"Wenn Sie ihren Look ständig ändern, kommt das so rüber als seien Sie verwirrt" schreibt Nina Garcia (Fashion Director bei  Elle and Marie Claire magazines und Jury-Mitglied bei der amerikanischen Show Project Runway ) in ihrem kürzlich erschienen Buch "Der perfekte Kleiderschrank" (Mosaik-Verlag, 18,99 €). Es kommt nicht bloß darauf an seine Garderobe in immer neuen Farben und Formen zu sortieren und einzukaufen, sondern vor allem auch auf Qualität. Was macht es schon eine Jacke über mehre Jahe hinweg zu tragen, wenn sie selbst dann noch immer im besten Zustand ist? Denn das Motto lautet: Entwicklung eines eigenen Stils.
Nina Garcia stellte für ihr Buch mehrere Klassiker zusammen um eine perfekte Grundlage für eben dies zu schaffen. Nicht umsonst bewähren sich Kleider wie das "kleine Schwarze" über Jahrzehnte hinweg, ohne dabei jemals aus der Mode gekommen zu sein. Denn jedes noch so schlichtes Stück lässt sich kinderleicht durch Accessoires wie Schmuck, Gürtel oder auffallenden Schuhen wieder aufpeppen und ganz neu erfinden. Es wird niemals langweilig!
Es muss ja nicht einmal die teuerste Markenware sein. Wichtig ist, was einem selbst gefällt und da ist es niemals falsch seine ganz gewissen Favoritenlabels oder Lieblingsläden treu zu bleiben. Da kann ein Trend auch mal getrost übergangen werden, denn nicht jedes Experiment passt auch zur eigenen Persönlichkeit und wird dementsprechend auch aussehen.


"Der perfekte Kleiderschrank" beweist gekonnt, dass Mode nicht immer so ernst zu nehmen ist um unnötig Geld daran zu verschleudern. So rät auch Garcia ihren Leserinnen: "Seien Sie kein Fashion-Victim. Sie sind ein Original!"
Und ist es nicht auch viel schöner von Freundinnen zu hören wie sehr ein Top im Schaufenster doch zu ihrem eigenen, persönlichen Stil passen würde als komische Blicke für ein neues Experiment zu ernten?


(Illustrationen von Ruben Toledo zu "Der perfekte Kleiderschrank")

2 Kommentare:

  1. aber Mode macht Spaß, und experimentieren macht auch Spaß- klar muss man nicht allen trends hinterherlaufen- aber wenn sie mir gefallen probier ichs durchaus auch mal aus, und nehm sie aufjedenfall auf~ und ich hab das Gefühl allen denen es nicht so geht, die hauen gleich so sachen raus wie " der mode hinterherlaufen ist doch blöd" "pff fashion victim!" Jaaaaaaa.

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  2. Hey Roya,
    erstmal vielen Dank für deinen Kommentar :)
    Es spricht ja auch überhaupt nichts dagegen etwas auszuprobieren, da liegst du vollkommen richtig! Was ich eher sagen wollte war, dass es eben zu einem passt und man sich nicht gezwungen fühlt alles mitmachen zu müssen. Es ist ja nicht so als würde ich gar nichts mit machen. Im Gengeteil sogar, ich mache selber sehr sehr viele Trends mit.
    Ich find es aber einfach schön zu wissen, dass ich auch gewisse Lieblingsstücke habe, die ich einfach immer tragen könnte.
    Zudem hab ich einfach auch ein wenig versucht den Inhalt dieses Buches wieder zu geben, da ich es super als Anregung finde

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